Traditionelle Dichtungstechnik

Traditionelle Dichtungstechnik

Aus Kupferplatten gebaut und handgehämmert, um den feinen und graziösen Kurven Form zu geben, gibt es keine 2 Destillierkolben mit gleichem Durchmesser. Alle Teile des Destillierkolbens sind genau aneinander angepasst, dennoch kann es passieren, dass der Dampf eine noch so kleine Öffnung findet und zum Vorschein kommt. Um eventuelle Dampffugen zu verhindern, kann man eine sehr einfache Dichtungstechnik verwenden, die aus einem Teig aus Wasser und Roggenmehl besteht, wobei nur die Verbindungen zwischen dem Kessel und dem Helm des Destillierkolbens abgedichtet werden.

Wenn Sie den Kupferkessel mit dem Inhalt füllen, stellen Sie den Helm des Destillierkolbens vorsichtig auf. Dabei sollten Sie nicht zu grob vorgehen bzw. den Helm nicht zu fest auf den Kessel drücken, um ihn nach der Destillation aufgrund der Kupferdehnung wieder abnehmen zu können. Diese Verbindung sollte als eine Art Sicherheitsventil im Falle einer Verstopfung des Schwanenhalses während der Destillation dienen. Bitte lesen Sie auch das Kapitel »Vorsichtsmaßnahmen«.

Mischen Sie das Roggenmehl und Wasser in einem solchen Verhältnis, um eine dicke Paste zu erhalten, die mit dem Finger auf die Verbindung aufgetragen wird. Wenn der Dampf während der Destillation austritt bzw. falls es eine Dampffuge gibt, müssen Sie nur ein wenig Roggenteig in den betreffenden Bereich auftragen. Nach der beendeten Destillation wird die Paste durch die Hitze gehärtet, so dass sie beim Entfernen des Helmes einfach von selbst abfällt.

Falls Sie nicht geschickt mit der Paste sind, können Sie Silikonbänder verwenden, die gegen hohe Temperaturen beständig sein müssen. Mit einem Silikonband kann die Verbindung leicht abgedichtet werden, um ein Austreten von Dampf aus dem Kessel zu verhindern.