Grundregeln der Destillation

Grundregeln der Destillation

Die Destillation wird für zahlreiche Anwendungen verwendet, dabei eingeschlossen ist die Destillation von ätherischen Ölen und Spirituosen. Wenn Sie zu Hause vor allem Spirituosen destillieren wollen, ist der klassische Destillierkolben die beste Wahl, wenn Sie jedoch aromatische Pflanzen destillieren wollen, dann ist am besten ein Destillierkolben mit einem verlängerten Schwanenhals dafür geeignet. Beide sollten mit Sorgfalt und Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen gehandhabt werden.

Die Destillation ist eine basische, chemische Wissenschaft, welche die Trennung einer chemischen Substanz mit verschiedenen Komponenten bewirkt, was auf den verschiedenen Siedepunkten jeden Teils basiert. Dies wird durch die Erwärmung einer Mischung in einem Topf des Destillierkolbens durchgeführt, so fangen die Anteile, welche die Mischung zusammensetzen, an zu verdampfen und werden dann durch einen Verbindungsarm oder Schwanenhals bis zum Kondensator weitergeleitet, wo diese dann anfangen sich zu erkühlen und kehren so zu dem flüssigen Zustand zurück. Dieser Vorgang wird Kondensation genannt.

DESTILLATION VON SPIRITUOSEN

Für die Destillation von Spirituosen eignet sich am besten der klassische Destillierkolben. Außerdem sollten Sie noch zusätzlich ein Kupfersieb oder Stroh verwenden. Legen Sie das Kupfersieb oder Stroh in den Kessel, da dadurch das Material nicht auf der Unterlage haften bleibt. Gießen Sie die fermentierten Früchte, die Sie destillieren wollen, in den Kessel. Befestigen Sie den Helm auf den Kessel und verbinden Sie diesen mit dem Kühlbehälter. Seien Sie dabei vorsichtig, da die Verbindungen nicht zu sehr abgedichtet werden dürfen, weil sich Kupfer bei höheren Temperaturen dehnt. Gießen Sie kaltes Wasser in das Gehäuse des Kühlbehälters und dichten Sie dann die Verbindung zwischen dem Kessel und dem Helm des Destillierkolbens mit einer Paste aus Roggenmehl und Wasser oder Silikonband ab. Lesen Sie auch das Kapitel »Traditionelle Dichtungstechnik«. Schalten Sie dann die entsprechende Wärmequelle ein und fangen Sie mit der Destillation an. Lesen Sie auch das Kapitel »Reinigung und Pflege« sorgfältig durch.

Während der Destillation müssen Sie sehr vorsichtig sein und alle »Sicherheitsmaßnahmen« einhalten!

Das Ergebnis irgendeiner Destillation wird in drei Teile in der folgenden Reihenfolge getrennt: Köpfe, Herzen und Hinterteile. Den besten und erwünschten Teil der Destillation erhält man aus den Herzen. Die Kunst der Destillation liegt daran, zu wissen wann man anfängt und endet die Herzen zu sammeln. Erfahrene Destillatoren verwenden Ihre Sinne um die Schnittpunkte zu bestimmen. Überprüfen Sie den Geschmack und Geruch der Köpfe (wenn die Temperatur ungefähr 64,7°C beträgt), normalerweise enthalten diese einen starken Geschmack und einen unangenehmen Geruch. Die Teile der Herzen (wenn die Temperatur auf 78,5°C steigt), müssen komplett durchsichtig und geruchlos sein. Die Hinterteile bestehen aus einer großen Menge Anteile mit hohen Siedepunkten, genauso wie einige Alkohole und Furfurol. Diese Mischung kann den Geschmack des Hauptteils, die Herzen, beschädigen, falls das Sammeln zu lange dauert. Die Schnittpunkte für die Hinterteile können durch den Geruch und die weißliche Farbe des Destillats erkannt werden. Dies wird zwischendurch, durch das Aufsammeln von einigen Tropfen mit der Hinterseite eines Löffels durchgeführt sowie durch die gleichmäßige Überprüfung des Geschmacks und des Aussehens. Die Hinterteile werden normalerweise aufbewahrt, um diese in die nächste Destillationsgruppe einzufügen, um so noch eine erhebliche Menge an Ethanol zu sammeln.

DESTILLATION VON ÄTHERISCHEN ÖLEN UND HYDROLATEN

Für die Destillation von aromatischen Pflanzen eignet sich am besten ein Destillierkolben mit einem Schwanenhals. Gießen Sie das Wasser in den Kessel und bringen Sie dann den Schwanenhals an, in den Sie die aromatischen Pflanzen, die Sie destillieren wollen, möglich dicht zusammengestopft einlegen. Befestigen Sie den Helm auf den Schwanenhals, und verbinden Sie diesen mit dem Kühlbehälter. Seien Sie dabei vorsichtig, da die Verbindungen nicht zu sehr abgedichtet werden dürfen, weil sich Kupfer bei höheren Temperaturen dehnt. Gießen Sie kaltes Wasser in das Gehäuse des Kühlbehälters und dichten Sie dann die Verbindung zwischen dem Kessel und dem Helm des Destillierkolbens mit einer Paste aus Roggenmehl und Wasser oder Silikonband ab. Lesen Sie auch das Kapitel »Traditionelle Dichtungstechnik«. Schalten Sie dann die entsprechende Wärmequelle ein und fangen Sie mit der Destillation an. Lesen Sie auch das Kapitel »Reinigung und Pflege« sorgfältig durch.

Während der Destillation müssen Sie sehr vorsichtig sein und alle »Sicherheitsmaßnahmen« einhalten!

Die Temperatur im Helm des Destillierkolbens muss hier über 100°C gehalten werden. Die Länge der Destillation selbst hängt von der Art der aromatischen Pflanzen ab. Normalerweise dauert der Vorgang zwischen einer halben Stunde und einer Stunde.

Die Dampfdestillation kann auch für die Herstellung von Likören mit verschiedenen Geschmacksrichtungen und Aromen verwendet werden.