Bedingungen für den Anbau von Lavendel

März 16, 2019

Bedingungen für den Anbau von Lavendel

Lavendel ist eine Pflanze, die im Mittelmeerraum wächst. Im vorigen Artikel haben wir uns den verschiedenen Arten von Lavendel gewidmet, in diesem werden wir über den Anbau dieser wundervollen Pflanze sprechen.

Klima

Der Lavendel kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und fühlt sich dort am wohlsten bzw. liebt das mediterrane Klima. Die größten Lavendel-Plantagen findet man in der Provence, im Norden Frankreichs, wo die Sommer lang, sonnig und warm und die Winter extrem mild sind. Lavendel braucht für sein Wachstum und seine Entwicklung viel Sonnenschein, verträgt jedoch keine extrem hohen Temperaturen in den Sommermonaten. Eine etwas niedrigere Temperatur ermöglicht auch die Entwicklung schönerer und reichhaltigerer Blüten. Die beständigste Lavendelsorte ist Lavandula Angustifolia. Niedrigere Wintertemperaturen überstehen die Pflanze leichter, wenn sie in einem gut wasserdurchlässigen Boden gepflanzt werden.

Der Lavendel gedeiht gut bei einer niedrigeren Luftfeuchtigkeit. In Gebieten mit einer höheren Luftfeuchtigkeit ist die Pflanze schnell verschiedenen Krankheiten ausgesetzt. Auf der Plantage muss Lavendel in breiteren Abständen angepflanzt werden, damit die Luft leichter zwischen den Pflanzen zirkulieren kann.

Erde

Der Lavendel wächst besser in sandigen, lehmigen und gut wasserdurchlässigen Böden, deren pH-Wert zwischen 6 und 8 liegt. Die Dränierung bzw. Entwässerung ist äußerst wichtig, da die Pflanze anfällig für Pilzkrankheiten ist, die durch Phytopthora cinnamoni und Armillariella mellea verursacht werden.

Düngung

Bei der Planung der Plantage muss sichergestellt werden, dass für den Anbau nahrhafte Erde verwendet wird. Wenn die Erde nicht über genügend Nährstoffe verfügt, müssen diese vor dem Pflanzen der Jungpflanzen der Erde hinzugefügt werden. Lavendel ist zwar eine sehr bescheidene Pflanze, jedoch wird empfohlen, während der ersten Wachstumsmonate genügend Nährstoffe der Erde hinzuzufügen, um eine gute Entwicklung der Pflanze zu gewährleisten. Die Jungpflanzen werden sich besonders einer stickstoffreichen Erdmischung erfreuen. Allerdings sollten Sie mit dem Düngen nicht übertrieben, da ein zu nährstoffreicher Boden das Wachstum und die Entwicklung der Pflanze verlangsamt und die zu erwartende Menge am ätherischen Öl geringer ist.

Bewässerung

Der Lavendel ist zwar extrem tolerant gegen Dürre, benötigt jedoch eine gewisse Menge an Wasser für seine Entwicklung. Jüngere Pflanzen benötigen mehr Wasser, insbesondere bei heißem, trockenem und windigem Wetter müssen wir an ausreichend Wasser denken. Reife Pflanzen hingegen vertragen Dürreperioden viel leichter und benötigen daher weniger Bewässerung. Forscher aus Neuseeland haben festgestellt, dass die Qualität und die Ernte von Lavendel durch gelegentliche Bewässerung sogar bei älteren Lavendelplantagen verbessert werden können. Wegen der Dürre werden die Stängel dünner und die Blüten kleiner, was zur Konsequenz hat, dass beim Destillieren weniger ätherisches Öl gewonnen wird. Es ist empfehlsam, auch nach der Ernte die Plantagen regelmäßig zu bewässern, dadurch wird nämlich das Wachstum der Pflanzen beschleunigt und die Anzahl der Blüten in der kommenden Saison erhöht. Übermäßige Bewässerung kann Pilzkrankheiten der Wurzeln verursachen.

Am besten eignet sich die Tröpfchenbewässerung. Die Bewässerung mithilfe von Sprühen ist äußerst problematisch:

  • ist extrem Wasser verschwenderisch,
  • verursacht den Zerfall der Pflanzenstruktur und erschwert folglich die Ernte,
  • bei Lavendelarten mit längeren Stängeln können sich auch die äußeren Stängel verbiegen, wodurch die Blüten schmutzig werden und folglich verfaulen,
  • bei jüngeren Jungpflanzen kann Bodenerosion entlang der Wurzeln auftreten,
  • diese Art der Bewässerung konzentriert sich nicht nur auf das Wurzelsystem, sondern auf den gesamten Boden, wodurch Unkraut üppig wuchert.

 

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